Welcher Tag ist denn heute eigentlich

Posted: 19. September 2017

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Welcher Tag ist heute eigentlich ?

Manchmal weiss ich wirklich nicht an welchem Wochentag ich angekommen bin, ich lebe von Dienst zu Dienst oder sagen wir mal so.. mein Dienstplan gibt mir die gefühlten Wochentage vor. Wenn ich z.B. am Wochenende arbeiten muss und dafür dann an einem Mittwoch frei habe, ist der Mittwoch dann mein Sonntag. Und so werden die neu benannten Wochentage auch zelebriert.

Es hat alles seine Vor- und Nachtteile. Ich habe frei, während andere arbeiten. Ich mag es auch, nach dem Frühdienst um 14:30 die Station zu verlassen und noch so viel vom Tag zu haben…eigentlich..denn wer um 4:15 aufsteht ist am Nachmittag müde. Und ich bin es oft. Ich bin eher so der Nachtmensch. Wenn die Uhr nach 20:00 anzeigt, wird mein Körper wach, ist motiviert, denkt an alles andere außer an schlafen.

 

Ich mag den Frühdienst nicht, aber nur wegen dem aufstehen. Sonst wäre Frühdienst toll, die Patienten wecken, für den Tag versorgen, mit ihnen in einen neuen Tag zu starten.

Spätdienst ist dann schon eher mein Fall. Ich muss mich am Abend nicht zwingen schlafen zu gehen und kann dann am nächsten Morgen ohne Wecker aufstehen (gelingt mir meistens) Dafür hat man eigtl. nichts mehr von seinen sozialen Kontakten, eigentlich gar nichts mehr vom Tag denn nach dem aufstehen kommt noch ein bisschen blöd schauen, frühstücken, duschen und los. Auf dem Weg zur Arbeit noch eine Kleinigkeit einkaufen um auf Arbeit nicht hungern zu müssen. Und dann ist man drin im Hamsterrad… Je nach dem wie viele Spätdienste es am Stück gibt… umso isolierter fühle ich mich dann.

Nachtdienst, eigentlich ein toller Dienst, mal weg vom Stationsalltag, Zeit für Dinge die am Tag auf Station liegengeblieben sind oder nicht geschafft wurden aber auch eine ganz andere, noch größere Verantwortung als im Tagdienst. Ich mag die Nächte eigentlich schon, mein Körper stellt sich aber so ungern um. Vor der ersten Nacht kann ich meist nicht nochmal schlafen, dementsprechend kommt das Müdigkeitstief zwischen 3:00 und 4:00 in der Nacht. Der Heimweg geht dann wieder und zu Hause esse ich was und schaue meist noch kurz TV. Dann lege ich mich hin aber mehr als 3-4 Stunden schaffe ich nicht. Es kommt auch immer darauf an was los ist, wenn der Nachbarshund ruhig ist, keine Müllabfuhr kommt, ich nicht aufs Klo muss, Mr. Nurse nicht zu einem anderen Dienst aufstehen muss und einige andere äußere Umstände eintreffen, klappen vllt. auch mal 5 Stunden. Wenn ich dann aufstehe, hab ich Lust auf Kaffee, wenn ich aber dann Kaffee trinke brauche ich definitiv nicht mehr versuchen zu schlafen, Sowieso drehen sich meine ganzen Gedanken nur ums schlafen, wie lang habe ich noch Zeit bis ich los muss, wann versuche ich mich nochmal hinzulegen ….Willkommen zurück du soziale Isolation.

Isolation auch von Mr. Nurse, Weil er selbst ein Krankenpfleger ist und auch seinen Dienstplan hat ..und der ist nicht immer kompatibel mit meinem. So geben wir und manchmal die Bettdecke oder Türklinke in die Hand, tauschen uns über Messenger und Telefonie aus obwohl wir zusammen wohnen.

Willkommen in der Realität…aktuell habe ich Urlaub, meine innere Uhr lässt mich spätestens 5:30 erwachen. Danke an denjenigen der mir vor dem Urlaub 7 Frühdienste gegeben hat …da braucht mein Körper jetzt erstmal eine Weile damit klarzukommen.

 

Welchen Dienst habt ihr am liebsten und wie kommt ihr mit den ständigen Wechseln zurecht?

 

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